Dienstag, 28. Oktober 2008

Aufstieg zum Cerro Negro


Nach einer gemueltichen Woche in León in meinem absoluten Lieblingshostel habe ich mich heute mal wieder sportlich betaetigt und den Vulkan "Cerro Negro" erklommen. Die Tour war organisiert von Quetzaltrekkers, einer Nonprofitorganisation, die Treks in Guatemala und Nicaragua anbietet. Die Guides sind Voluntaere und das Geld kommt Strassenkids zu Gute, ist also auch abgesehen vom Hike ne gute Sache...

Los ging es in aller Fruehe um 4, aber selbst da war es schon fast zu heiss ;-) ... Nach einem Fruehstueck und einer einstuendigen Busfahrt konnte die Wanderung beginnen... Der Cerro negro (auf deutsch "schwarzer Huegel") bildet einen tollen Kontrast zu der gruenen Umgebung... Der Aufstieg ist zunaechst recht gemueltich, nur zeitweise ist das Stapfen durch den weichen Vulkansand anstrengend...
Nach etwa einer Stunde Marsch durch die waldige Umgebung geht es dann weiter durch die "schwarze Wueste" - die Sonne hat ganz schoen gebrannt =) ...
Der Aufstieg zum Krater war dann eine 30- minuetige Kletterpartie ueber die recht steile Rueckseite voller Geroell... Aber die Anstrengung hat sich gelohnt: Der erste Blick in den Karter war echt beeindruckend.... Ueberall Daempfe (und ein Gestank, der an missglueckte Versuch im Chemieunterricht erinnert) und jede Menge Geroell..



Nach einer kruzen Pause ging es dann fuer einen Spaziergang in den Krater und nach einem kleinen Rundgang und einigen Beweisefotos ging der Aufstieg dann weiter - ein 20 minuetiger Marsch zum hoechsten Punkt des Vulkans... Tolle Aussicht von da eben =)...
Der Abstieg war dann um einiges schneller und spassiger: durch den weichen Vulkansand (Der Cerro Negro ist Nicaraguas juengster Vulkan) konnten wir einfach den ganzen Weg runter rennen, ein sehr witziges Erlebnis =) ....



Nach einem Lunch im Schatten unter einem Baum hiess es dann nochmal eine gute Stunde zurueck zur Busstation wandern und zwar zuegig, denn es faehrt nur der eine Bus am Tag ;-) ...


Das war dann also mein zweiter Aufstieg auf einen aktiven Vulkan - voellig anderes, aber nicht weniger beeindruckend =) ... Nachdem ich mich letzte Woche neben zwei Strandtagen ueberwiegend im Hostel aufgehalten habe, werde ich mich morgen hier verabschieden und meine Reise Richtung Norden fortsetzen... Und dann heisst es bald schon Abschiednehmen von Nicaragua, was mir gar nicht so leicht faellt... Tolles Land...



...und tolle Sonnenuntergaenge ;-)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Granada & eine Insel mit zwei Bergen...



Honduras habe ich relativ flott und eher mit unspektakulaeren Zwischenstopps durchquert und hab mich dann einige Tage in Granada in Nicaragua niedergelassen... Einige gemuetliche Tage und "Reisepause" haben mir nach bis dahin fast taeglichen ein- und auspacken richtig gut getan und Granada ist richtig schoen (und hat mich ausserdem stark an Antigua erinnert, da hab ich mich dann schnell wie zuhause gefuehlt ;-) ) ...
Danach bin ich fuer 3 Tage auf die "Isla Omepete" gereist, die Insel im Nicaraguasee, bestehend aus zwei Vulkanen... Dort habe ich mit zwei supernetten Neuseelaendern zwei aktive Tage verbracht, mit Fahrradtour (allerdings wuerde man die sogenannten Strassen in ¨Deutschland mit Sicherheit nicht als Strassen bezeichnen), Schwimmen und einer Wanderung...



Mein persoenliches Highlight in diesen Tagen war die Sichtung eines Quetzals (Nationalvogel von Guatemala) - und des zweiten einige Minuten spaeter... Ansonsten scheint auf der Insel die Zeit stehen geblieben zu sein, die Menschen leben friedlich in ihren Huetten vor sich hin, Hast und Eile kennt gewiss niemand; Pferde, Schweine, Kuehe und Hunde rennen munter auf den Strassen rum. Das Bussystem ist abenteuerlich, aber die Insel scheint sehr real - so wie das Leben hier (abgesehen von den Staedten, die vom Tourismus leben) halt ist =)... Nach einem Schlaenker ueber San Juan del Sur an der Pazifikkueste mit um die 24 h Dauerregen bin ich gestern nach Granada zurueckgekehrt um bald wieder Richtung Norden zu starten ... Oktober ist in Nicaragua der Monat mit dem meisten Niederschlag, das merkt man deutlich, aber frieren muss man trotzdem nicht... Aber das Ende der Regenzeit naht - ich freu mich drauf =)

Samstag, 4. Oktober 2008

Go slow! Welcome on Caye Caulker



Nach dem Abstecher in den mexikanischen Dschungel hab ich mich dann fuer voelliges Kontrastprogramm entschieden und auf den Weg nach Belize gemacht. On Belize City ging es dann gleich mit dem Boot nach Cay Caulker. Auf der Insel fuehlt man sich wie in einer anderen Welt, alle sind voellig relaxed und das einzige, was man staendig hoert ist "Go slow!" ... Das enzige was fehlt, ist ein richtiger Strand. Trotzdem ist die Atmosphaere einzigartig und man trifft jede Menge Leute...



Einen Tag hab ich dann eine Snorkeling Tour ans Berrier Reef gemacht, mit Rochen- Streicheln und Haifuetterung und einem ganzen Tag relaxen auf dem Segelboot =)...



Nach einem Tag nur am Meer relaxen und einer 6 stuendigen Kanutour am anderen Tag war mein Inselauflug dann auch wieder vorbei... Nach zwei weiteren Stops auf dem Festland (Placencia und Punta Gorda ) ing es dann mit dem Schiff wieder zurueck in die spanischsprachige Welt nach Guatemala und von dort mit dem Bus weiter nach Honduras.

Freitag, 3. Oktober 2008

Palenque: Maya Kultur im Dschungel



Nach den Strandtagen in Puerto Escondido fuerhte mich mein Weg ueber San Cristobal (schoene Kolonialstadt, sehr nettes Hostel) nach Palenque. Auf dem Weg habe ich einen Deutschen getroffen, mit dem ich mir dann eine Huette im Dschungel teilen konnte, das war ganz gut, da die Dormbetten lediglich aus Betonkloetzen mit duennen Matten bestanden ;-)... Da die Runinen selbst dann aber doch relativ aehnlich wie die Copan Ruinen in Honduras waren, waren die Wasserfaelle im Dschungel und die vielen verschiedenen Schmertterlinge auf einem Spaziergang eindeutig meine Favoriten in Palenque =)...